Allergien

Wenn sich Allergien weiter so rasant „ausbreiten“ wie bisher, wird spätestens im Jahr 2030 jeder Österreicher an einer Allergie leiden.

Rechnet man die jährlichen Steigerungsraten hoch, dann ist das keine übertriebene Horrorvision.

Teilweise nimmt die Zahl der NEU an einer Allergie erkrankten Menschen pro Jahr um 5 % zu – v. a. in Ballungsgebieten.

Erst seit kurzem stellt auch die Schulmedizin „völlig überrascht“ fest, dass Umweltgifte, übertriebene Hygiene, Antibiotika sowie zunehmender Stress unser Immunsystem restlos überfordern und Allergien (und auch angeborene Allergien) verursachen.

Unter einer Allergie versteht die Medizin eine übersteigerte Reaktion des Immunsystems auf körperfremde Stoffe (Allergene), die gewöhnlich aus Eiweißverbindungen bestehen. Sie wird – meist – durch den wiederholten Kontakt mit diesen Allergenen erworben.

Der Begriff „Allergie“ stammt aus dem Griechischen (allo = fremd und ergon = Tätigkeit) und kann als Reaktion auf Fremdes übersetzt werden.

Verschiedene Arten von Allergien:

Nahrungsmittelallergie-Unverträglichkeit

Eine Allergie auf Nahrung ist eine nicht normale Reaktion des Immunsystems auf einen eigentlich harmlosen Bestandteil der Nahrung.

Einige Lebensmittel sind jedoch häufiger für Allergien verantwortlich als andere – wobei auch die Ernährungsgewohnheiten eines Landes eine Rolle spielen. Während zum Beispiel Allergien gegen Erdnüsse in den USA und in Frankreich verbreitet sind, spielen sie in Österreich eine geringere Rolle. Der Grund dafür: Kinder essen hier weniger Erdnussbutter und kommen mit den Allergie- auslösenden Stoffen später in Kontakt.

Kleinkinder in Österreich sind vor allem gegen Kuhmilch und Hühnerei allergisch, dann folgen Weizen und Soja. Bei Erwachsenen sind Allergien gegen Kuhmilch und Hühnerei ebenfalls häufig, außerdem gegen Fisch und Schalentiere, aber auch Erdnüsse.

Menschen mit Heuschnupfen reagieren auf Lebensmittel, deren Eiweiße zufällig Ähnlichkeit mit denen der Blütenpollen haben und die ihr Immunsystem reizen. Meist sind dies Äpfel, Haselnüsse, Karotten oder Sellerie, aber auch Früchte wie Kiwis, Pfirsiche und eher selten – Erdbeeren.

Zum Beispiel reagiert ein Patient mit Heuschnupfen, der gegen Birkenpollen allergisch ist, mit einer Allergie auf den Genuss von Kernobst und Gewürzen. Diese Reaktion ist typisch für eine Kreuzallergie. Gekocht oder gebacken sind die meisten Nahrungsmittel für Allergiker gut verträglich.

Was ist der Unterschied zwischen einer Nahrungsmittelallergie und einer Nahrungsmittelunverträglichkeit?

Bei einer Nahrungsmittelallergie reagiert das Immunsystem auf harmlose Bestandteile im Essen. Meistens reagiert der Körper auf bestimmte Proteine (Eiweiße) und behandelt diese so, als wären diese Proteine gefährliche Eindringlinge in den Körper.

Er produziert Antikörper, die dafür sorgen, dass bestimmte Botenstoffe, zum Beispiel Histamin, ausgeschüttet werden. Diese lassen dann die Haut jucken, die Nase laufen oder den Darm rebellieren. Eine Allergie zeigt sich in den meisten Fällen nicht nach dem ersten Kontakt des Organismus mit einem Nahrungsmittel.

Was genau bei einer Nahrungsmittelunverträglichkeit passiert, ist noch nicht vollständig geklärt. Vermutlich stimulieren bestimmte Substanzen in der Nahrung Botenstoffe im Körper, sodass diese eine Reaktion auslösen, die einer Allergie ähnelt. Tatsächlich ist das Immunsystem aber nicht beteiligt und es bildet keine Antikörper.

Man spricht deshalb auch von einer „Pseudo-Allergie“. Solche Pseudo-Allergien können schon nach dem ersten Kontakt mit einem Lebensmittel auftreten.

Allergischer Schnupfen (Heuschnupfen)

Heuschnupfen ist eine allergische Erkrankung. Sie kommt auf Grund einer Überempfindlichkeit gegen die Eiweißkomponenten verschiedener Pollen zustande, die während der Blütezeit von Gräsern und Bäumen in die Luft gelangen.

Der von Heuschnupfen Betroffene reagiert auf diese Allergene mit allergischen Reaktionen der Nasen und Augen sowie der Schleimhäute der Atemwege. Äußerlich wird dies erkennbar durch tränende und juckende Augen, laufende Nase, asthmaähnliches Husten und Atmen sowie auch einer Rötung der Haut.

Unter Heuschnupfen- auch Pollenrhinopathie, saisonale allergische Rhinitis oder Pollinose genannt- leiden in Österreich jährlich bis zu 20 Prozent der Bevölkerung.

Ein allergischer Schnupfen tritt häufig saisonal bedingt auf. Dieser Schnupfen tritt insbesondere als allergische Reaktion auf Blütenpollen (Heuschnupfen) auf.

Reagiert der Körper allergisch auf andere Allergene – zum Beispiel Tierhaare, Federn, Milben, Schimmelpilze, hält der Schnupfen so lange an, wie der Organismus mit dem Allergen in Kontakt ist.

Laktoseintoleranz

Die Laktoseintoleranz ist die Unfähigkeit des Körpers, Milchzucker (Laktose) verwerten zu können.

Bei gesunden Menschen spaltet das Enzym Laktase den Milchzucker in seine Bestandteile, die dann im Darm resorbiert (aufgenommen) werden können. Bei der Laktoseintoleranz liegt ein Laktase-Mangel vor, der erblich bedingt, angeboren (Alaktasie) oder auch erworben sein kann.

Häufigste Ursache ist die erbliche Form, die sich bereits im Säuglingsalter zeigt. Der angeborene Laktose-Mangel kommt meist erst im Erwachsenenalter zum Ausbruch, während der erworbene Defekt durch Magenerkrankungen und Darmerkrankungen, oder Infektionen) ausgelöst wird.

In der Klinik kommt es direkt oder wenige Stunden nach Laktose-Aufnahme (z.B. Eis, Milch) zu kolikartigen Beschwerden, Durchfällen und starken Blähungen. Die gemilderte Form zeigt sich durch ein Magengrollen oder einen unruhigen Magen. Ein Verzicht auf laktosehaltige Nahrung führt zu Linderung der Symptomatik, die erworbene Form ist durch Beseitigung der Primärerkrankung reversibel.

Fruktoseintoleranz

Die Unverträglichkeit von Fruchtzucker (Fruktoseintoleranz) entsteht durch einen Enzymdefekt. Das Transportenzym GLUT-5 dient der Resorption von Fruchtzucker im Dünndarm.

Durch den Defekt verbleibt die Fruktose im Darm und wird bei weiterem Transport im Dickdarm verstoffwechselt (Fruktosemalabsorption). Nach Verzehr von fruktosehaltigen Nahrungsmitteln kommt es zu Bauchschmerzen, Blähungen, wässrigem Durchfall und Übelkeit.

Bei mehrfacher Aufnahme können sich die Symptome verstärken, die dann die Ausbildung von Reizdarm oder Reizmagen fördern. Eine weitere Form der Unverträglichkeit zeigt sich in der angeborenen Fruktoseintoleranz, die wesentlich seltener in Erscheinung tritt.

Menschen mit einer Fruktoseintoleranz müssen sich an eine strikte Diät halten, z.T. kann die Toleranzschwelle erhöht werden, so dass einige Nahrungsmittel im Laufe des Lebens wieder aufgenommen werden dürfen.

Der Einsatz von Zuckeraustauschstoffen hat sich bewährt, dabei muss der Austauschstoff Sorbit aber gemieden werden, da er im Körper wie Fruktose behandelt wird.

Ganzheitliche Allergiebehandlung

Für eine ganzheitliche Allergiebehandlung sind eine begleitende Darmsanierung (80% der Immunzellen befinden sich in der Darmwand),eine Schwermetallausleitung, Entgiftung und Entsäuerung des Organismus, Herdsanierung, Ergänzung von eventuell fehlenden Vitalstoffen (Vitaminen, Spurenelementen und Antioxidantien) mit Beachtung der psychosomatischen Zusammenhänge unerlässlich für einen Langzeiteffekt.

Wichtigste Maßnahme in der Allergiebehandlung ist zunächst die strikte Vermeidung sämtlicher Kuhmilchprodukte (auch Käse und Joghurt) und von Hühnereiweiß. Alternativ können Milchprodukte von Schaf und Ziege verzehrt werden. Gleichzeitig erfolgt die Darmsanierung, wobei dafür verschiedenste Methoden, je nach Beschwerdebild und Präferenz angewendet werden können. Z.B. Mayr-Kur, Kaffeeeinläufe und Leberwickel, oder die von mir bevorzugte Isotherapie oder Therapie mit Homöopathischen Komplexmittel. Zusätzlich wende ich klassische Akupunktur, chinesische und nach Nogier, an und gebe zusätzlich TCM Kräuter um die „Mitte“ (Verdauungssystem) zu stärken. Wichtig ist nun auch die Regulierung des aus der Norm geratenen Immunsystems, wobei ich sehr erfolgreich die Eigenbluttherapie und die Laserblutbestrahlung anwende. Ebenso kann mittels der Holopathie die Energetische Ursache einer Allergie identifiziert werden und verträgliche oder nicht verträgliche Nahrungsmittel können bestimmt werden.

Durch diese kombinierte Therapie können sämtliche Allergien zumindest abgeschwächt werden und in den meisten Fällen auch gänzlich erfolgreich therapiert werden. Vorraussetzung dafür ist aber die konsequente Mitarbeit der Patienten.